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| Foto: Cindy Kürschner |
Mein
Retter kommt auf mich zu und will mir anscheinend seine Hand ins Gesicht legen,
aber sofort schrecke ich zurück. Der Schock sitzt wohl doch ordentlich.
„Chris,
erschreck sie doch nicht noch mehr.“
Anscheinend kennen sich die ältere Dame und mein Retter. „Entschuldigung.
Ich wollte dir nichts tun. Ich wollte nur gucken, wie deine Wange aussieht.“ Schnell nimmt er seine Hand wieder runter. „Mum,
hast du irgendwas zum kühlen?“ Aha,
Mutter und Sohn also. „Moment, ich guck mal.“
„Ist schon ok, ich werde jetzt direkt nach Hause fahren und mir nen
Kühlpack draufpacken. Aber vielen lieben Dank! Ihnen beiden. Sie haben mir
wirklich sehr geholfen.“ Ich schenke
beiden ein Lächeln. „Kindchen, du kannst auf keinen Fall jetzt allein nach
Hause fahren. Chris, nimm das Auto und bring sie heim.“ Schon ist mein Retter, ähm Chris, dabei die
Autoschlüssel zu suchen. „Nein, nein. Das ist wirklich nicht nötig. Ich komm
schon allein zurecht.“ „Ja, das haben
wir grad gesehen. Meine Mum hat recht, ich werde Sie nach Hause fahren.“ Freundlich lächelt er mich an. „Und ich dulde
jetzt keine Wiederworte mehr.“ Tja, dann
wird ich mich wohl geschlagen geben müssen. Und mir könnte schlimmeres passieren,
als von Chris nach Haus gebracht zu werden. Wenn ichs mir genau überlege, ist
Chris wirklich ein sehr charmanter Typ. Nicht auf die aufdringlich-hübsche-weise,
sondern auf die natürliche-weise. „Ok, dann nehme ich dankend an.“ Seine Mum schenkt mir ein lächeln und drückt mir
eine Tafel Schokolade in die Hand. „Ich wünsch dir alles gute Kindchen.
Vielleicht sehen wir uns ja schneller wieder, als du denkst.“ Sie drückt ihrem Sohn noch einen Kuss auf die
Wange und verschwindet in der Menge.
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