Mir besonder wichtige Themen

Montag, 27. April 2015

Du bist mir zuviel 1.3



1. Treffen - SIE

„Guten Tag Herr Rütter.“ ich reiche ihm die Hand. Warum guckt er so komisch? Naja, wie ich es mir dachte, die Leitung ist wohl etwas länger. Dann reicht er mir doch noch seine Hand „Guten Tag Frau….ähm…“ Also da kann man doch wirklich nur mit den Augen rollen „Frau Landers.“.

„Entschuldigen Sie, ich hatte mir nur Ihren Vornamen gemerkt.“ Tja, ich hab es ja gesagt, lange Leitung. Wieso ist er eigentlich allein hier? Sollte nicht der Lektor oder zumindest irgendjemand vom Verlag dabei sein? Ich kenne den Verlag, sonst sind die Mitarbeiter von dort immer erstklassig vorbereitet.
„Sind Sie allein gekommen Herr Rütter? Oder kommt Ihr Lektor später?“ „Da dies meine letzte Lesung ist und nicht so ganz offiziell dazu gehört, bin ich allein unterwegs.“ Ich sehe schon, wie der morgige Abend ganz ganz mies verlaufen wird. „Haben Sie auch keine Freunde mit, die Ihnen beim lesen helfen werden?“ Nach 10 Minuten am Stück wird dem doch die Luft fehlen. Vielleicht sollte ich ihn etwas vorlesen lassen, um zu testen wie flüssig er lesen kann.
„Haha, meine Freunde mussten mir noch nie beim lesen helfen, das bekomme ich schon noch ganz gut alleine hin.“ Na wenn er das meint. Trotzdem wird er mir kurz vorlesen müssen. Ich muss zwar zugeben, dass das Buch wirklich gut geschrieben ist und die Geschichte einen auch wirklich mitreißt, aber das hat er bestimmt nicht allein geschrieben. Und das ein oder andere hat bestimmt einer seiner sogenannten “Kollegen“ erlebt. Ok, Ok, ich muss zugeben, auch seine Videos waren nicht so schlimm wie ich es erwartet habe. Er kann in verständlicher Sprache sprechen und hat sogar normale Kleidung an. Zudem ist er älter als ich dachte. Und….und er sieht nicht unattraktiv aus. Er hat kurze braune Haare, die oben etwas länger sind als an den Seiten und wirklich klare grüne Augen. Wie gut, das meine Mutter mir geholfen hat, seinen YouTube-Kanal zu finden. Wäre mir der Mann der gerade vor mir steht nebenan in der Künstler-Galerie begegnet, hätte ich ihm wohl wirklich länger als nötig hinterher geguckt. Aber so…

„Ist Herr Winkler heute garnich hier? Ich hatte mich so darauf gefreut, ihn zu treffen.“ Jetzt war ich wirklich kurz abgelenkt, das passiert mir doch sonst nicht. „Ah, Sie können sich also doch Nachnamen merken. Nein, Herr Winkler ist heute nicht im Laden. Er hatte einen privaten Termin, denn er nicht verschieben konnte. Sie müssen also mit mir vorlieb nehmen.“ Er will also lieber mit dem Chef sprechen? Da denkt der kleine Macho wohl, ich könnte als Frau keine Leistung bringen, was!?

.......

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