Foto: Cindy Kürschner
Heilig Abend mache ich mich auf den Weg zu meiner
Familie. Das Treffen mit Nils und seiner neuen Freundin
ist tatsächlich sehr
nett. Luisa ist ein tolles Mädchen und ihr erstes Erlebnis mit Nils scheint schicksalhaft gewesen zu sein. Ich meine, dass die
beiden sich nach ihrer kurzen Begegnung im Bus wirklich wiedergetroffen haben,
ist doch wohl ein Zeichen. Als wir das Essen vorbereiten wollen, fällt mir auf,
das ich vergessen habe, die Knödel mitzubringen. Mein Dad springt sofort ein
und macht sich auf den Weg zu meiner Wohnung. Währenddessen treiben wir drei
Frauen uns in der Küche herum und Nils holt den Weihnachtsschmuck aus dem
Keller. Trotz der Gesellschaft habe ich das Gefühl, das mir etwas fehlt, das
mir JEMAND fehlt. Als die Haustür sich öffnet gehe ich meinem Dad entgegen, um
ihm das Essen abzunehmen. Aber mein Vater hat garnichts in der Hand. Irritiert
schaue ich ihn an. Selten habe ich meinen Dad so strahlen gesehen. Er geht
einen Schritt zur Seite und lässt noch jemanden herein. Direkt treffen sich
unsere Augen und die Zeit scheint wieder still zu stehen. Chris scheint auf
mich zuzukommen und dieses mal zucke ich nicht als er seine Hand nach mir
ausstreckt. Er streichelt meine Wange und unsere Lippen treffen sich. Noch nie
in meinem Leben hatte ich dieses Gefühl das mich nun trifft – ich bin
vollständig.
Wir hatten eine tolle Bescherung und verbrachten die
nächsten Tage, Wochen, Monate und Jahre gemeinsam….gelegentlich mit einer
Flasche Wein.
Fin

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