Mir besonder wichtige Themen

Samstag, 14. April 2018

Tolle Bescherung 1.4

Foto: Cindy Kürschner


Ich habe das Gefühl, dass sein Gesicht immer näherkommt und spüre, wie sich seine Hand auf meine Wange legt. 

Bei dieser Berührung zucke ich etwas zurück und zerstöre somit unseren Moment. Er räuspert sich. „Ich bringe dich noch bis zu deiner Wohnung und fahre dann wieder.“ Hm, will er, dass ich ihm widerspreche? Aber das werde ich nicht machen. Der Moment der Schwäche ist vorbei und ich weiß wieder, dass ich keinen Kerl mehr in mein Leben lassen wollte. „Ich kann schon alleine gehen. Ich denke, du hast mir wirklich schon genug geholfen. Also vielen Dank noch mal und liebe Grüße an deine Mutter. Ich wünsche euch ein schönes Weihnachtsfest.“ Die Zeit seiner Verwirrung nutze ich um schnell zu meiner Wohnung zu gehen. Und er hält mich nicht auf, aber er fährt auch nicht weg. Erst als ich die Wohnung betreten habe höre ich die Autotür und wie der Motor startet. Tja, genau so wollte ich es doch haben…ja, genau so…oder…doch, wollte ich. Ich gehe also ins Bad um zu retten was noch zu retten ist und schmeiße die Stiefel dann doch nur in die Ecke. Scheiße. Idiot. Ich mein, wer hält einem denn heutzutage noch die Türe auf oder kommt einem auf der Straße zur Hilfe?! Shit, verkackt. Aber bald ist Weihnachten, vielleicht werde ich nur sentimental. Und mit Nils bin ich ja nun wirklich schon gestraft genug. Also keine weiteren Kerle. Doch dieser Moment mit Chris geht doch nicht so schnell aus meinem Kopf, wie ich dachte...

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen